Jungfernflug von Marinus Kraus im Oberaudorfer Flieger

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Einfach nur Juhui!

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„Das ist einfach nur Juhui!” – anders lässt sich das Fluggefühl im nagelneuen Oberaudorfer Flieger nicht beschreiben. Der Oberaudorfer Olympiasieger Marinus Kraus absolvierte gestern unter großem Beifall vieler Pressevertreter den Jungfernflug auf der „modernsten und sichersten Flying-Fox-Anlage in den Alpen”, wie Hannes Rechenauer, Geschäftsführer der Hocheck Bergbahnen und Freizeitanlagen GmbH, betonte. Nur eingehängt an einem Stahlseil „fliegt” man mit Tempo 80 auf einer Strecke von rund 700 Meter über tiefgrüne Bergwiesen ins Tal. „Supercool”, so der Kommentar des Olympiasiegers nach der Landung. Ab Christi Himmelfahrt kann man in Oberaudorf die Flugreise antreten.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis die Idee vom Oberaudorfer Flieger Realität wurde. Umfangreiche Gutachten und Begleitpläne waren erforderlich - seit gestern aber ist die hochmoderne Anlage fester Bestandteil auf dem Erlebnis-Berg Hocheck. Von der Mittelstation weg - sicher geborgen in einem Tragegurt - kann man sich in die Tiefe stürzen. Etwa 45 Sekunden lang rauscht man dem Ziel-Tower oberhalb der Felswand im Bereich der Talstation entgegen. Ein leichter Ruck und die hochmoderne Wirbelstrombremse bremst sanft den Flug.

internet-waage yvonneAuf der Plattform des „Start-Towers” in Höhe der Hocheck-Mittelstation beginnt das Abenteuer zunächst mit dem Gang zu einer Waage: Dem eigenen Gewicht entsprechend - die Kiloangaben sind zur Beruhigung der Damenwelt von Farbskalen bedeckt - werden Sitzgurte zugeteilt.

internet-oberaudorfer flieger blick ins tal yvonneSpeziell ausgebildetes Personal hängt den Rollenträger ins Seil ein. Mitunter sei es schon erforderlich, den Fluggästen Mut zuzusprechen oder sie zu beruhigen, erklärte die Crew. Im Vorfeld sei man jedoch auch psychologisch geschult worden, um etwaige Panikattacken wirksam lindern zu können. Angst ist jedoch im Oberaudorfer Flieger kein Flugbegleiter, vielmehr ist man erfüllt von einem großen Staunen über die Schönheit der Landschaft: „Genieß den Flug”, ruft die Startcrew deshalb wohlwissend allen Flug-Neulingen nach dem „Take Off” zu.

Die abenteuerliche Luftreise in Oberaudorf ließ sich die Hocheck Bergbahnen- und Freizeitanlagen GmbH rund 500 000 Euro kosten. Die neue Anlage soll vor allem dem eigens entwickelten Konzept des „Ganz-Jahres-Bergs Hocheck” dienen. Mit dem Oberaudorfer Flieger werde die Schneeabhängigkeit reduziert, so Hannes Rechenauer. Zehn Monate im Jahr werde der Flieger in Betrieb sein, prophezeit er. Sogar bei leichtem Schneefall könne man fliegen: Eiskratzer an jeder Rolle könnten das Seil problemlos von Eis und Schnee befreien.

internet-hubert wildgruber-eva-maria„Der Traum vom Fliegen wird in Oberaudorf Wirklichkeit”, sagte Bürgermeister Hubert Wildgruber im Kreise der Medienvertreter. Der Oberaudorfer Flieger sei für die Tourismusgemeinde Oberaudorf eine wichtige Bereicherung. Sagt’s und entschwand in den Hocheck-Express zum Abflug. Gleich nach dem Olympiasieger stürzte sich der Bürgermeister in die Tiefe - und war hellauf begeistert.

Vor dem Ticketkauf in der Talstation - ab Christi Himmelfahrt gibt es Bordkarten an der Kasse - ist die Flugtauglichkeit zu prüfen: Kinder ab acht Jahre, einer Größe von 1.20 Metern und einem Gewicht ab 30 Kilogramm können bedenkenlos starten. Wer jedoch mehr als 125 Kilogramm wiegt, muss in Oberaudorf am Boden bleiben. Im Flugpreis inbegriffen (Kinder zahlen 15,90 Euro bzw. Erwachsene 19,90 Euro plus vier Euro für die Bergfahrt) ist in 14 Tagen auch eine spezielle Foto-App, mit der das persönliche Foto von diesem einmalige Erlebnis sofort aufs eigene Handy gesandt wird.

internet-gruppenbild rechenauer liebemann kraus bergerÜber die gelungene Einweihung freuen sich v.l.n.r.: Hannes Rechenauer (Geschäftsführer Bergbahnen Hocheck), Thomas Liebmann (Ingenieur des Rope Runner), Marinus Kraus (Mannschafts-Olympia-Sieger im Skispringen Sochi 2014) und Simon Berger (Geschäftsführer Bergbahnen Hocheck)

 

Text: Eva-Maria Gruber, Bilder: Eva-Maria Gruber & Yvonne Großmann

 


Noch ein paar mehr Impressionen:

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