Eröffnung der achten Musikfilmtage in Oberaudorf

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musikfilmtage banner 2015 modulEin immer breiter werdendes Lächeln begleitete Festivalleiter Markus Aicher bei der Eröffnung der achten Musikfilmtage in Oberaudorf. Kein Wunder: Förmlich von allen Seiten erhielt der quirlige Filmlieberhaber, der bei Festivals in aller Welt zugegen ist, Förderzusagen.

Eigentlich fehlt in dem kleinen Bergdorf am Fuße des Brünnsteins nur noch der berühmte rote Teppich für die Stars und Sternchen vor Eintritt in den Kursaal, der nun schon zum achten Mal in einen Kinosaal verwandelt wurde. Das „kleine aber feine Filmfest“, wie es Bürgermeister Hubert Wildgruber in seinem Grußwort stolz bezeichnete, hat inzwischen seinen Ruf über die Region hinaus gefestigt. Initiator Markus Aicher bezeichnete es in seiner Eröffnungsrede launig sogar als das „noch schönere Filmfest als das Filmfest in München“.

Kein Wunder, dass es sich Aicher – einmal in Fahrt – nicht verkneifen konnte, seinen wohl größten Wunsch, ein Kulturhaus mit integriertem Kino, erneut an den Bürgermeister zu richten. „Man braucht zwar ein Klärwerk, aber man braucht auch Kultur!“, so sein kleiner Seitenhieb in Richtung der Oberaudorfer Gemeinderäte, die sich ja schon seit längerem mit der Planung für einen Neubau der Kläranlage befassen (wir berichteten).

Grundsätzlich bedankte sich Aicher nach diesem Ausflug in die Lokalpolitik vor allem bei Bürgermeister Hubert Wildgruber für seine Unterstützung über die Jahre hinweg. Er erinnerte an die erste Präsentation seines Vorhabens im Bürgermeisterzimmer, die nach einer „sehr ausführlichen Rede“, wie Aicher selbstkritisch anmerkte, mit Wildgrubers Zusage „Dann machst as hoid!“ ein glückliches Ende fand. Inzwischen hat sich das Festival etabliert. Filmfans aus der Region und darüber hinaus, schätzen das Programm, das sich so entschieden von den üblicherweise gebotenem Mainstream an Filmen abhebt.

Daniel Curio vom Referat Filmpolitik, Film- und Fernsehförderung im bayerischen Ministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technik befasste sich in seinem kurzen Grußwort mit der Frage, warum der Freistaat überhaupt Festivals dieser Art fördere. Zum einen gehe es darum, bestimmten Filmen, die nicht den Weg ins große Kino finden, eine Plattform zu bieten, zum anderen „soll der Film hierher nach Oberaudorf kommen“. Curio bezog sich damit auf die Tatsache, dass die nächsten Kinos erst in den entfernten größeren Städten zu finden sind. Mit der Zusage, die Förderung des Oberaudorfer Musikfilmfestival fortzuführen, zauberte er ein breites Lächeln auf das Gesicht von Markus Aicher.

Auch vom Kulturreferenten des Landkreises Rosenheim, Christoph Maier-Gehring, erhielt Aicher ein wohlwollendes Nicken hinsichtlich der weiteren Unterstützung des Landkreises.

Bürgermeister Hubert Wildgruber, der sich besonders über den Besuch zahlreicher Bürgermeisterkollegen aus dem Landkreis freute, stand da nicht hinten an: „Wir sind dabei und machen weiter“, so seine Zusage an Aicher.

Der Festival-Macher dankte allen, die sich seit Jahren für die Musikfilmtage einsetzen. Als besonderes Beispiel, wie Engagement in einem Dorf funktioniert, nannte er Franz Hellmaier. Der ortsbekannte Konditor und Gemeinderat hat nicht nur den Internetauftritt des Festivals entworfen, er hat ihn auch über die Jahre hinweg betreut – ehrenamtlich, versteht sich. Die Inntalgemeinde erwartet im Rahmen der Musikfilmtage auch wieder große Kulturschaffende, darunter etwa die Salzburger Buhlschaft Brigitte Hobmaier oder den Musiker Hubert von Goisern. Das gesamte Programm ist unter www.musikfilmtage-oberaudorf.de einzusehen.

musikfilmtage 2015 eroeffnung

Im Bild die Bürgermeister v.l.n.r: Bernhard Schweiger (Feldkirchen-Westerham), Matthias Jokisch (Brannenburg), Hubert Wildgruber (Oberaudorf), Filmreferent Daniel Curio, Festival-Leiter Markus Aicher, Landkreis-Kulturreferent Christoph Maier-Gehring, Hajo Gruber (Kiefersfelden), Georg Huber (Samerberg), Felix Schwaller (Bad Aibling), Hans Nowak (Neubeuern)

Text & Bild: Eva-Maria Gruber

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